Matti Karstedt: FDP braucht personelle Erneuerung

FDP braucht personelle Erneuerung

Zum Rücktritt des FDP-Bundesvorstands erklärt Matti Karstedt, Generalsekretär der FDP Brandenburg:

Der Rücktritt des FDP-Bundesvorstands ist ein anständiger Schritt. Das Heft des Handelns wurde wieder in die Mitgliedschaft gelegt, und das verdient Respekt.

Eine glaubwürdige Erneuerung lässt sich aber nicht inszenieren. Sie findet statt – oder nicht. Zur Führungsfrage deshalb in aller Klarheit: Wer den eigenen Hut nimmt, kann ihn nicht im nächsten Moment wieder in den Ring werfen.

Ich wünsche mir einen Parteitag, auf dem neue Gesichter den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen.

Denn das Problem der Freien Demokraten ist nicht ihr Programm: Liebe zur Freiheit und Lust auf Fortschritt sind keine überholten Ideen.

Unser Problem ist, dass es uns niemand mehr abkauft.

Glaubwürdigkeit gewinnt man nicht durch bessere Kampagnen und neue Beschlüsse zurück, sondern nur durch personelle Konsequenz. Wer mit einer Niederlage verbunden wird, kann nicht zugleich für den Aufbruch stehen.

Ich selbst hadere in letzter Zeit häufig mit meiner Partei. Was mich hält: Ich genieße jeden Tag Freiheiten, die meine Eltern und Großeltern lange Zeit nicht hatten. Und überall auf der Welt gewinnen gerade diejenigen an Boden, die diese Freiheiten wieder bekämpfen und einschränken wollen.

Umso mehr braucht es eine Kraft, die dafür kämpft, dass unsere Kinder mit noch mehr Freiheiten aufwachsen als wir – nicht mit weniger. Und eine, der man diesen Kampf auch abnimmt.

Also: Nehmen wir die Zügel in die Hand – es gibt viel zu tun.


24. März 2026

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